Bundesministerin Wanka zu Besuch bei auric Hörsysteme

Die Bundesministerin für Bildung und Forschung Johanna Wanka (CDU) besuchte am Donnerstag, 7. September, auric Hörsysteme in Rheine.

Rheine. Die Bundestagswahl steht kurz bevor. Ein Grund für Johanna Wanka sich vor Ort in Rheine davon zu überzeugen, was mit den Fördergeldern passiert, mit denen das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) zukunftsweisende Projekte unterstützt. Der Kontakt zu der Ministerin entstand durch den hiesigen Bundestagsabgeordneten Jens Spahn (CDU), der auric Hörsysteme zuvor als innovatives Unternehmen gelobt hatte.

Aktuell fördert der Bund zwei Projekte von auric Hörsysteme. Bei der Hörkontaktlinse, an der seit Oktober 2015 gearbeitet wird, handelt es sich um ein völlig neuartiges Im-Ohr-Hörgerät. Die Hörkontaktlinse ist so konstruiert, dass sie direkt auf dem Trommelfell haftet. Sie soll mit hoher Klangqualität bei Schwerhörigkeit helfen und von außen nicht sichtbar sein.

Das zweite Projekt hat zum Ziel, ein „individualisiertes Mittelohrimplantat zur ambulanten Implantation“, kurz IMAI, zu entwickeln. Implantierbare Hörgeräte sind zwar bereits heute eine alternative zu konventionellen Hörgeräten, aber da die Kosten hoch und Operationen aufwendig sind, nutzen nur wenige Patienten diese Option. IMAI soll das ändern, indem hier nur eine ambulante Implantation nötig ist.
„Mit unserer Forschung wollen wir einen Beitrag dazu leisten, dass Menschen mit einer Hörschädigung mehr Lebensqualität zurückgewinnen“, sagt auric-Geschäftsführer Dr. Mark Winter, der unter anderem für die Forschungsprojekte im Unternehmen verantwortlich ist.

"Wir gehen davon aus, dass mit der Hörkontaktlinse ein zentrales Problem Hörgeschädigter gelöst werden kann: Die Verbesserung des Sprachverstehens - in Ruhe und beim Vorliegen von Umgebungsgeräuschen", erläutert auric-Geschäftsführer Hans-Dieter Borowsky im Gespräch mit der Ministerin.

Dr. Theo Wesendahl (v.l.n.r.), Jan Feldeisen, Frank Pelzer, Dr. Dipl.-Ing. Mark Winter, Prof. Dr. Johanna Wanka, Jens Spahn, Hans-Dieter Borowsky und Jochen Fischer vor der Firmenzentrale von auric Hörsysteme in Rheine.