Rheine. Der „Verkürzte Versorgungsweg“ für Hörgeräte steht immer wieder unberechtigt in der Kritik. Zwei Hörgeräteakustiker haben deswegen eine Qualitätsinitiative für diese Versorgungsform gegründet.

Die Unternehmen auric Hörsysteme und Hörkonzepte haben 2014 eine gemeinsame Qualitätsinitiative für die Hörgeräteversorgung im Verkürzten Versorgungsweg gestartet. Beide Hörgeräteakustiker sind Mitglieder des Fachbereichs „Verkürzter Versorgungsweg“ beim Bundesverband Medizintechnologie (BVMed). Die Unternehmen verstehen sich als Qualitätsanbieter und sind Vertragspartner zahlreicher gesetzlicher Krankenkassen.

Ein Geschäftsfeld ist dabei der sogenannte Verkürzte Versorgungsweg. Darunter versteht man die arbeitsteilige Versorgung von Patienten mit Hörsystemen direkt in der HNO-Praxis. Gegenwärtig können zirka 30 Millionen Versicherte mit Verträgen zum Verkürzten Versorgungsweg erreicht werden. Dabei kommt der größte Teil der Patienten, die sich für den Verkürzten Versorgungsweg entscheiden, mit Hörgeräten zum Festbetrag sehr gut zurecht. Sie müssen keinerlei Zuzahlung leisten.

Hohe Qualität bei der Versorgung

Gleichzeitig gewährleisten beide Firmen durch das Online-Anpasskonzept eine hohe Qualität bei der Versorgung. Zudem spart sich der Patient zusätzliche Wege, da er alle Leistungen direkt in der HNO-Praxis erhält.

Auric und Hörkonzepte geht es daher bei der Qualitätsinitiative für eine patientenorientierte und qualitätsgesicherte Versorgung mit Hörsystemen darum, den Verkürzten Versorgungsweg ins richtige Licht zu rücken. „Wir hoffen, dass die seriösen Anbieter im Verkürzten Versorgungsweg nun endlich aus der unsachlichen Kritik herauskommen, die zu Unrecht geübt wird“, sagen Hans-Dieter Borowsky, Geschäftsführer von auric und Oliver Patner, Geschäftsführer von Hörkonzepte.

Den Anspruch nach Außen sichtbar machen

Die Vorgaben zum Verkürzten Versorgungsweg ergeben sich aus dem SGB V sowie den Modalitäten zugehöriger Krankenkassenverträge. Hierbei arbeitet der Hörakustik-Meisterbetrieb Hand in Hand mit den HNO-Ärzten. Die Pläne von auric und Hörkonzepte gehen hier aber noch einen Schritt weiter. „Mit der Initiative haben sich beide Unternehmen dazu verpflichtet, kontinuierlich Qualitätsmerkmale umzusetzen, die über unsere gesetzlichen und vertraglichen Verpflichtungen hinausgehen“, so Hans-Dieter Borowsky.

Die gemeinsame Qualitätsinitiative der Firmen des Fachbereiches „Verkürzter Versorgungsweg“ soll diesen Qualitätsanspruch nach außen sichtbar für alle Beteiligten dokumentieren. Denn der Verkürzte Versorgungsweg ist aus Sicht der Anbieter nicht nur eine Alternative zur klassischen Versorgung mit Hörgeräten: „In Zeiten steigender Kosten und einer medizinischen Unterversorgung im ländlichen Raum ist er ein wichtiger Bestandteil des deutschen Gesundheitssystem“, so Hans-Dieter Borowsky.